Chronik

23. Mai 1951
ne janz nördlich Stadtteil" - das damalige Mehrheim lksrh., unser heutiges Köln Weidenpesch,
"ohne noch en Fastelovendsschmölzje, dat wör doch Sünd jedonn an dä Freud un am Fruhsinn", so
meinten im Sommer 1951 fünf stattliche Herren eines Sonntags-Stammtisch. Sie nahmen ihren
ganzen Mut zusammen und das Herz in die Hand und gründeten eine Karnevalsgesellschaft und
tauften sie "Kölsche Boor"
1960
Im Jahre 1960 erfolgte dann offiziell die Umbenennung der Gesellschaft in:
"Karnevalsgesellschaft Seiner Deftigkeit Kölsche Boor e.V. 1951"
Unter Emil Klein, dem damaligen Baas des Stammtisches, der dann auch als erster den Vorsitz der "KG
Kölsche Boor" übernahm, begannen die Bemühungen, am nördlichen Einfallstor unserer Heimatstadt
Köln, ein Hüter und Betreuer echten Kölner Brauchtums im Zeichen der Freude und des Frohsinns zu
werden.
Das Aufblühen der Gesellschaft erforderte für den immer größer werdenden Freundes- und
Interessentenkreis, sich um geeignete Räumlichkeiten für die durchgeführten Veranstaltungen zu
bemühen. So wurden in den folgenden Jahren die Veranstaltungen im alten Saal des Pfarrheimes
"Heilig Kreuz“ durchgeführt.
Die langjährige Amtszeit von Helmut Baumann als Präsident der KG ging 1977 zu Ende, da er aus
gesundheitlichen Gründen sein Amt aufgeben musste. Dann forderte das Leben seinen Tribut. Für
seine 26 jährige Tätigkeit als Präsident der Gesellschaft wird sein Andenken stets bewahrt und sein
Wirken soll einen ehrenden Platz in der Gesellschaft finden.
Ihm folgte Günter Sass als Präsident, der dieses Amt für 2 Jahre übernahm. In seiner Amtszeit wurde
auch den Anträgen der Gesellschaft um Aufnahme in das "Festkomitee Kölner Karneval von 1823
e.V." sowie in den "Bund Deutscher Karneval" wohlwollend stattgegeben, sodass die Gesellschaft
nunmehr voll in das Geschehen des Karnevals integriert war.
In diese Zeit wurden, die ehemaligen Bauern aus den Dreigestirnen auf unsere Herrensitzungen
einzuladen und zu Ehrenmitgliedern zu ernennen, was in den Folgejahren mit viel Erfolg geschah.
1983
ist Bernd Fischer als 1. Vorsitzender nun gleichzeitig Präsident der KG. Mit viel Geschick, Bravour und
seinem jugendlichen Elan hat er diese Aufgabe hervorragend gemeistert. Unter seiner Regentschaft
nahm die Gesellschaft 1988 mit einer Fußgruppe und 1992 anlässlich des 40 jährigen Jubiläums mit
einem Prunkwagen und einer Fußgruppe am Rosenmontagszug teil. Nicht vergessen sein soll die
regelmäßige Teilnahme der Mitglieder der Gesellschaft bis 1991 an den Dienstagszügen in Köln-
Weidenpesch und ab 1993 am Weidenpesch-Nippeser Zug, zu dem sowohl die Mitglieder als auch
Gäste noch einmal tief in die Taschen greifen, um ihre Freude am Karneval und der gelungenen
Session Ausdruck zu verleihen und der Bevölkerung gegenüber Dank für die Treue zur Gesellschaft zu
bekunden.
1992
hat die Gesellschaft bis 1994 die Leitung der Seniorensitzung in den Riehler-Heimstätten in Köln
übernommen. Es macht viel Spaß, den älteren Menschen eine Freude zu bereiten. Ab 1995 wurde im
Saal der Heimstätten keine Veranstaltung mehr durchgeführt. Der Saal musste wegen Baufälligkeit
abgerissen werden. Ein Neubau soll entstehen.
1992
bekamen die Gesellschaftsmitglieder eine neue Litewka in der Farbe königsblau.
2001
Das Jahr 2001 hat für den Kölschen Boor eine besondere Bedeutung. Wir feierten unser 50 jähriges
Jubiläum
Die Gesellschaft bekam die Einladung zur Teilnahme am Rosenmontagszug in Köln, ein Ereignis.
Mit Prunkwagen und einer großen Fußgruppe zogen wir mit all den großen Gesellschaften wie im
Rausch durch Köln.
Unvergessen für alle die es miterleben durften.
Im Mai 2001 feierten wir im Prinzengardeturm zu Köln vor großer Gesellschaft unser 50 jähriges
Jubiläum. Wenn wir auf diese 50 Jahre zurückblicken, können wir stolz auf das sein, was wir erreicht
haben.
Zur Verbesserung der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft, der bisher ausschließlich Herren
angehörten, boten die Damen ihre Unterstützung an. Der Vorstand verständigte sich auf eine
fördernde Mitgliedschaft ohne Stimmrecht. Interessierte Damen konnten nunmehr zu einem
verminderten Jahresbeitrag Mitglied im "Kölschen Boor" werden.
In diese Zeit fiel auch die Aufgabe unseres Veranstaltungssaales und des Gesellschaftsraumes
aufgrund von Eigentümerwechsel und Umbaumaßnahmen der Gaststätte "Alt Merheim". Ab dem
Jahre 2008 mussten wir den Raum, wo so viele ernste und auch fröhliche Stunden verbracht wurden,
räumen. Das tat allen Gesellschaftsmitgliedern sehr leid und war ein weiterer Einschnitt. Hatten doch
viele Mitglieder finanziell und durch ihre aktive Arbeit diese Versammlungsstätte erst ermöglicht.
Es sollte weiter gehen und so kreierten wir für unsere Gesellschaft die karnevalistische Matinee. Eine
Veranstaltung zwischen Prunk- und Herrensitzung, ein verlängerter Frühschoppen mit Damen.
Das Konzept ging auf!
Für die Durchführung unserer Veranstaltung, dieser karnevalistischen Matinee, wählte der Vorstand
nunmehr wieder den Pfarrsaal "Heilig Kreuz", wollten wir doch mit unserer Matinee dort bleiben, wo
unsere Anfänge lagen, in Köln-Weidenpesch.
Bernd Fischer, unser Präsident, feierte 2008 sein 25 jähriges Präsidentenjubiläum bei seinem
"Kölschen Boor". Auf eigenen Wunsch stellte er sein Amt zur Verfügung. Sein Nachfolger als 1.
Vorsitzender und Präsident, Jürgen Fuhrmann, ernannte Bernd Fischer, Träger vieler und höchster
Auszeichnungen im Karneval, zum Ehrenpräsidenten der Gesellschaft.
2010
Der Vorstand hielt es im Mai 2010, trotz anderslautender Stimmen, für geboten, den der Gesellschaft
angehörenden Damen auch volles Stimmrecht einzuräumen. Der verminderte Jahresbeitrag wurde
nicht verändert.
Der geschäftsführende Vorstand besteht seit dem 20.03.2015 aus den Personen Hans Huppertz, 1.
Vorsitzender ; Christian Thielen, 2. Vorsitzender; Danny van Langendonk, Geschäftsführer; Margret
Walge, Schatzmeisterin und Hans Huppertz, Literat.
2011
Im Herbst des Jahres 2011 ist der "Kölsche Boor" eine Kooperation mit der Tanzgruppe "De
Heinzelmänncher zo Kölle von 1999 e.V." eingegangen.
Ziel dieser Vereinigung ist die gegenseitige Unterstützung und neue Kontakte zu gewinnen in und
außerhalb des Karnevals und die nunmehr gemeinsame frohe Pflege des Brauchtums.
Hierzu wurde ein Ansteckpin entwickelt mit dem Slogan
"echte Fründe stonn zosamme"
2016
Im Februar 2016 entschied sich der Vorstand Stefan Heinrich zum Präsidenten der K.G. zu wählen. Mit
ihm soll eine neue Zeit anbrechen und an alte Erfolge des Kölschen Boor angeknüpft werden. Seine
Ziele sind es die Mitgliederzahlen zu erhöhen, die Tradition und das Brauchtum zu leben, aber auch
den Blick für Veränderungen im Karneval zu haben.
Im Mai stellte unser Präsident den Stammtisch „Jeckes Köln“ vor. Hier geht der Kölsche Boor neue
Wege im Karneval. Dieser Stammtisch dient der Förderung des karnevalistischen Nachwuchs. Hier
sollen auch enge Verknüpfungen zu anderen Gesellschaften entstehen und die Mitwirkenden auf
Sitzungen anderer K.G.´s zu bringen.
Im Juni 2016 wurde das Ehrentanzcorps `Marialinden` aus Overath als weiter Tanzgarde
aufgenommen. Mit dem Ehrentanzcorps will die K.G. wieder demonstrieren, dass sie zu den
traditionsreichen und etablierten Karnevalsgesellschaften in Köln gehört.
Im gleichen Zeitraum gab der Kölsche Boor die Trennung aber von der Tanzgruppe „De
Heinzelmänncher zo Kölle“ e.V. bekannt. Nach vielen schönen und erfolgreichen Jahren war es nun an
der Zeit die K.G. Seiner Deftigkeit Kölsche Boor 1951 e.V. wieder eigenständig zu machen und sichtbar
darzustellen.
Neue Wege beschreiten heiß aber alte Dinge wieder aufleben zu lassen und mit neuem Schwung zu
versehen. So ist man im Vorstand übereingekommen, um die K.G. auch von der Mitgliederseite zu
stärken ist es Sinnvoll eine eigene Kindertanzgruppe zu haben und zu fördern. So lag der Entschluss
nahe die Kindertanzgarde „De Boore Pänz us Weidenpesch“ zu gründen. Dies geschieht im August
2016.
Unter der Fahne des "Kölschen Boor" bemühen wir uns, sowohl allen unseren Mitgliedern, als auch
unseren treuen Freunden unter Beweis zu stellen, wie urwüchsige Deftigkeit und echter kölscher
Humor, Inhalt und Gestalt einer Karnevalsgesellschaft werden können, wenn man sie dann mit dem
Herzen aufnimmt und in gepflegter Art und Weise wieder zu verschenken versteht.
Gehen wir mit dem festen Vorsatz in die Zukunft, auch weiterhin ein würdiger Bannerträger der
Freude und des Frohsinns bleiben zu wollen, zum Wohle und Gedeihen der
"KG Seiner Deftigkeit Kölsche Boor 1951 e.V.
Es gibt aber noch viel zu tun, packen wir es an. Zum Wohle der Gesellschaft und zur Freude unserer
Gäste.
MAACH D´R FREUD SU LANG ET GEITH, DENN ET LEVVE DOTH KEIN IWIGKEIT

Ehemalige und aktuelle Ehemalige
1. Vorsitzende und Präsidenten Senatspräsidenten


Emil Klein Adam Brüne
Helmut Baumann Karl Krähmer
Fritz Brüne Johann Walther
Josef Kircher Willi Thiel
Peter Hirsch Erwin Jansen
Helmut Baumann
Josef Schulte
Theo Schulte
Heinz Kistein
Peter Eudenbach
Johann Walther
Willi Thiel
Bernd Fischer
Jürgen Fuhrmann
Hans Huppertz
Stefan Heinrich